Samstag, 17. Juli 2010

Die atmosphärische Darstellung geht weiter
Die Außendarstellung des Gebäudes im rendering, sollte primär den introvertierten, schützenden Charakter, sowie die sukzessive Entwicklung der Fenster darstellen. Daher wurde der von uns bearbeitete Frontteil mit seinen "Fensterrudimenten" ins Zentrum gerückt. Bei diesen wird die Struktur des Tragsystems weitergeführt.
Atmosphärische Darstellung
In Anbetracht unseres künstlerischen emotionalen Themas spielen die renderings als atmosphärische Darstellung eine wichtige Rolle. Es wurde viel Zeit in die Farbgebung und kompositorische Gestaltung investiert. Die zurückgenommenen Farben entsprechen der Mattheit und dem abgenutzten Zustand des Materials. Im Innenraumrendering führt der Blick über den Aufenthaltsbereich, die dreickigen Duschelemente streifend, über das Wasserbecken hin- gleichzeitig wird die dynamsiche Deckenbewegung dargestellt, welche in der bewegungslosen, einem eingefrorenen Wasserfall gleichendem, Frontteil mündet.
Die Personen, aus alten Fotografien stammend, sollen die Morbidität auf einer weiteren Ebene ausdrücken.

Plaene
Bei der Darstellung unseres Entwurfs im Plan lag unser Schwerpunkt auf der guten Lesbarkeit der zentralen Ideen. Dazu gehören die Positionierung der Lichtöffnungen und die Lage der verschiedenen Bereiche, sowie die Lage im Gelände und die sich daraus ergebende Eingangssituation. Das Gebäude liegt halb am Hang, sodass Verglasungen im Beckenbereich wie in der Ursprungskonzeption Ausblicke in die Umgebung gewähren. Materialstärken wurden zugunsten der Klarheit und des Maßstabs (1:150) vernachlässigt.

Sonntag, 27. Juni 2010

Ecotec-Daylight-Analysis
Um den Workshop in Obergurgl (http://www.exparch.at/index.php?option=com_mambowiki&Itemid=202) nicht gänzlich zu vernachlässigen haben wir ein bischen mit ecotec, inbesondere mit dem radiance plug-in rumgespielt. Wir waren an dem Punkt angkommen uns für eine der unzähligen möglichen Fassadenaufteilungen zu entscheiden. Um dabei nicht nur auf ästhetische Präferenzen zurückzugreifen, haben wir favorisierte Varianten in Hinsicht auf den Tageslichtfaktor berechnen lassen. Hier seht ihr das kommentierte Ergebnis:
Abwandlung der Form
Um unser Belichtungsziel zu erreichen war es nötig, das Fenster im Bereich des Beckens abzuändern. Zeichnerisch wurden verschiedene Varianten ausprobiert- die Entscheidung fiel auf eine, die "rudimentäre ästhetische Erinnerung" an das Fenster beinhaltet und so Bezug auf die Fensteröffnung im Eingang nimmt und zudem einen ausgeprägt introvertierten, einschließenden Charakter hat.

















Nun war es möglich ein endgültiges Tragkonstrukt zu entwickeln, was durch die bestehende Triangulierung einfach war. Das Tragkonstrukt wird auch verwendet um die Fenster "mit zu rhythmisieren".





























































Montag, 14. Juni 2010

Konsequente Gestaltung
Die Abbildung zeigt die unbearbeitete Innenraumsituation

Die Zeichnung zeigt die Zielvorstellung der Innenraumgestaltung

Die Gestaltungsidee für die Fassade soll konsequenterweise auch auf den Innenraum und die nötige Ausbildung von Zonen (Beckenbereich, Duschen, Sitzen, Eingang) angewendet werden. Dadurch wird der angestrebte Effekt eines "introvertierten"höhlenartigen Raums verstärkt und abgerundet. Ausgangspunkt war eine Handzeichnung, welche die Zielwirkung formuliert. Der nächste Schritt bestand darin, diese Zielwirkung in einzelne Parameter zu zerlegen, um sie durch grasshopper programmierbar zu machen. Dies waren folgende:
1. Dreiecksform wird beibehalten
1.1 Spitze "wächst" aus der Wand heraus
2. Mittelgang soll frei bleiben
2.1 Begrenzung auf den Aufenthaltsbereich / Anfang des Wassers
3. Keine Überschneidungen der Dreiecke

1. Es werden je 2 Punkte aus dem definierten Bodenbereich, und einer aus dem Wandbereich "herausgezogen" (item)
2. X und Y Hilflinien werden evaluiert- der slider ist auf deren Länge beschränkt. Die x - Hilfslinie ist zudem in 2 Bereiche gegliedert, aus denen der mittlere Bereich vom slider ausgeblendet wird
3.Die Punkte werden in ihre einzelnen Komponenten zerlegt- die y Werte werden durch "sort" in eine Reihenfolge gebracht (geordnet nach Größe der Werte). Hieraus werden je zwei aufeinanderfolgende Indexe ("Item") herausgezogen. So ist gewährleistet, dass sich die Dreieecke im Bodenbereich nicht überschneiden, da immer zwei nebeneinanderliegende Punkte eine Seite des Dreiecks bilden

Ausschnitt des grasshopper codes, der die Innendreiecke bildet




























Die renderings zeigen das Ergebnis der Programmierung durch grasshopper- Die gestalterische Idee konnte durch finite Parameter ausgedrückt werden
"Je tiefer je dunkler!"
Schnell wurden unsere Vostellungen konkret und ein Gesamtbild entwickelte sich.

Licht wird als dominanter Faktor für Stimmung betrachtet. Je tiefer man in das Gebäude vordringt, desto weniger Lichtöffnungen liegen vor. Dies wird durch eine
Verknüpfung von größer werdender Panelgröße zu einer „smaller than“ Funktion, zum Erstellen der Glaspanels, erreicht.












Das Becken ist aus Glas und lässt Blicke nach unten hindurch.











Technische Gebäudeausrüstung wird nicht versteckt, sondern bewusst gezeigt. Es liegt hier also ein ähnlicher Umgang wie mit dem Material vor.











Thematisierung der Materialvergängnis in der Komposition von Raum zu Material.









Die simple Dreiecksform der Panels wird konsequent auf die Gesamtform, also auch auf die Innengestaltung angewendet. Innen werden Liegeflächen und ein topologisch anmutender Boden
ausgebildet. Zudem werden die Kanten der gegebenen Shape für eine bewusste Beeinflussung der Form verwendet (Autodesign).

Eine schematische Betrachtung der enstehenden Glaspanelkombinationen nach dem "smaller than" Prinzip. Verschiedenste Effekte sind in Verbindung mit dem graphischen slider erreichbar.